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Botschaften und Forderungen

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Stand: 02.06.2010

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Pflanzenbiotechnologie

Chancen für Welternährung, Gesundheits- und Rohstoffversorgung

Die Pflanzenbiotechnologie ermöglicht bessere Qualitäten und höhere Erträge in der Landwirtschaft. Darüber hinaus bietet sie im Zusammenwirken mit der medizinischen und industriellen Biotechnologie große Chancen. Sie erschließt das Potenzial von Biomasse als nachwachsenden Rohstoff für die Industrie oder als Energieträger und als Biofabrik zur Herstellung von Arzneistoffen.

Zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen sind sicher für Mensch, Tier und Umwelt

Gentechnisch veränderte Pflanzen sind die am sorgfältigsten untersuchten Pflanzen über­haupt. Seit vielen Jahren belegen wissenschaftliche Fakten und weltweite Erfahrungen im praktischen Anbau, dass sie genauso sicher und verträglich sind wie konventionell gezüchtete Pflanzen.

Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen wächst weltweit dynamisch

Rund um den Globus nutzen immer mehr Landwirte die Vorteile gentechnisch veränderter Pflanzen. Ihre Anbaufläche ist in den letzten 10 Jahren außerhalb der EU mit zweistelligen Zuwachsraten pro Jahr stetig und dynamisch gewachsen. Gentechnisch optimierte Nutz­pflanzen wachsen heute auf 8 Prozent der weltweiten Ackerfläche.

Biotechnologie ist wichtig für den Forschungs- und Industriestandort Deutschland

Wir begrüßen die Absicht der Bundesregierung, eine auf Wachstum und Nachhaltigkeit ausgerichtete Bioökonomie in Deutschland zu etablieren, deren Grundlage die Biotechno­logie ist. Die Bioökonomie wird von der Industrie als eine wichtige Antwort auf die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen für die stoff­liche und energetische Nutzung gesehen. Die Pflanze wird zunehmend eine wichtige Basis für die Biotechnologie und Chemie - vor allem für Arznei-, Nahrungs- und Futtermittel, Energie und Chemikalien.

 

 

VCI/DIB-Forderungen

1.Naturwissenschaftlicher Maßstab für Risikobewertung und -management

VCI/DIB fordern, dass bei der Risikobewertung und beim Risikomanagement zur Zulas­sung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU und in Deutschland ausschließlich natur­wissenschaftliche Maßstäbe angelegt werden.

2.Ungehinderter Anbau und Handel von genehmigten gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU

Nationale Anbauverbote oder verbindliche "gentechnikfreie Zonen" verstoßen gegen Grundrechte, Europarecht und internationales Handelsrecht. Damit ist auch die Ver­fassungsmäßigkeit in Frage gestellt. VCI/DIB fordern die Bundesregierung deshalb ein­dringlich dazu auf, sich gegen solche Anbauverbote auszusprechen.

3.Eine international wettbewerbsfähige Bioökonomie schaffen

Wenn die Politik wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schaffen will, muss sie Inno­vationshemmnisse für die Biotechnologie beseitigen. Sie muss dabei die gesamte Wert­schöpfungskette berücksichtigen. Das bedeutet: die Rohstoffversorgung für verschie­denste Anwendungen der Biotechnologie verlässlich regeln, europäische Genehmigungs­verfahren für gentechnisch veränderte Agrarrohstoffe (GVO) und deren Marktzugang deutlich beschleunigen, sowie die Bürokratie bei der industriellen Biotechnologie abbauen.

 

 

 

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