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Daten und Fakten

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Stand: 02.06.2010

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Messages and Demands

Pflanzenbiotechnologie

Europäische Kommission beendet zwölfjährige Blockade von gentechnisch veränderten Pflanzen

Die neue EU-Kommission hat nach zwölfjähriger Blockade inzwischen fünf Beschlüsse über Zulassungen von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesprochen: Anbaugenehmigung für die Kartoffelsorte Amflora zur Gewinnung von Industriestärke, Beschluss über die Verwendung der bei der Stärkegewinnung anfallenden Nebenerzeugnisse als Futtermittel, Beschlüsse über die Verwendung von drei genetisch veränderten Maissorten als Lebens- und Futtermittel sowie deren Einfuhr und Verarbeitung. John Dalli, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, begründet die Entscheidung: „Alle wissenschaftlichen Aspekte und besonders die Sicherheitsbedenken sind bereits ausgiebig berücksichtigt worden. Eine weitere Verzögerung bei der Zulassung wäre nicht zu rechtfertigen gewesen. Mit den Beschlüssen kommt die Kommission ihrer Aufgabe verantwortungsbewusst nach.“ (Quelle: IP/10/222, Brüssel, 2. März 2010, EU-Kommission).

Mit der Erteilung der Anbauzulassung im März 2010 für die Amflora-Kartoffel beendete die EU-Kommission die Jahrzehnte lange Zulassungsblockade.

Weltweite Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen wächst dynamisch und stetig

(in Mio. Hektar, Quelle: ISAAA, 2009)

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Im vergangenen Jahr kultivierten weltweit 14 Millionen Landwirte in 25 Ländern gentechnisch veränderte Kulturpflanzen. Die größten Anbau­flächen gibt es in den USA, Argentini­en, Brasilien, Indien, Kanada und China. Weltweit wurden auf 134 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut.

 

In Europa lag die Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen 2009 bei ca. 94.750 Hektar, in Deutschland bei 3.17 Hektar.

Gentechnisch veränderte Pflanzen finden immer mehr Zuspruch

Globale Anbaufläche in Mio. Hektar, Quelle: ISAAA, 2009

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Gentechnisch veränderte Soja, Baumwolle, Mais und Raps machen zusammen rund 99 Pro­zent der globalen Anbaufläche gentechnisch veränderter Kultur­pflanzen aus.

 

Ackerfläche pro Kopf geht dramatisch zurück

(Quelle: FAO)

Welternährung

Nach Schätzungen der UNO wird die Welt­bevölkerung bis 2050 auf über 9 Milliarden anwachsen. Dagegen bleibt die weltweit zur Verfügung stehende Ackerfläche prak­tisch konstant. Dadurch sinkt die pro Kopf zur Verfügung stehende Fläche zur Ernäh­rungssicherung stetig. Deshalb müssen Anbauintensität und Durchschnittserträge deutlich steigen, um auch in Zukunft eine ausreichende Ernährung der Menschheit zu gewährleisten. Dafür sind mehr optimierte Kulturpflanzen nötig, die möglichst robust gegenüber Schädlingsbefall, Krankheiten und Klimastress sind.

 

Höhere und nachhaltige landwirtschaftliche Erträge durch gentechnische Optimierung

Indische Bauern verbesserten mit Bt-Baumwolle die Erträge durchschnittlich um etwa 30 Prozent. In China und den USA beträgt der Ertragsvorteil annähernd 10 Prozent.

Mit insektenresistentem Mais erzielten Landwirte Ertragssteigerungen von 5 Prozent (USA, Kanada) bis 24 Prozent (Philippinen).

In Argentinien und in Teilen Paraguays ermöglicht der Anbau von gentechnisch verbesserten Sojapflanzen teilweise zwei Ernten pro Jahr.

Voraussichtlich 2012 werden in den USA die ersten trockenheitstoleranten Maissorten auf den Markt kommen. In Feldversuchen brachten sie Ertragsvorteile von 8 bis 10 Prozent.

 

Gentechnisch verändertes Saatgut hatte 2009 einen Marktanteil von 20 Prozent

2009 wurde mit gentechnisch verändertem Saatgut weltweit ein Umsatz von 10,5 Milliarden US-Dollar erzielt. Der weltweite Markt für konventionelles Saatgut belief sich 2009 auf 34 Milliarden US-Dollar.

 

Aktivitäten der Gentechnikgegner 2008 in Deutschland

7 Feldbesetzungen

25 Feldzerstörungen

sonstige Straftaten, zu denen Sachbeschädigung an Gebäuden, Maschinen, etc. zählen

 

Rückgang der Forschungsvorhaben in Deutschland, Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland

 

 

Versuche

Standorte

2006

24

52

2007

28

80

2008

13

39

 

Koalitionsvereinbarung 17. Legislaturperiode: Aussagen zur Biotechnologie

Zukunftstechnologien: Pharma, Chemie und industrielle Biotechnologie sind wichtig für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland. Deutschland soll Technologie­führerschaft erringen.

Gentechnik: Die Biotechnologie stellt eine wichtige Zukunftsbranche für Forschung, Wirt­schaft und Landwirtschaft dar. Dazu zählt auch die Nutzung der Pflanzenbiotechnologie.

Künftig sollte sich die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen stärker an wissen­schaftlichen Kriterien orientieren. Die Zulassungsverfahren sollen effizienter werden.

Biopatente: Keine Patente auf landwirtschaftliche Nutztiere und -pflanzen.

Bioökonomie:Es soll eine Strategie für die wissensbasierte Bioökonomie erarbeitet und umgesetzt werden. Dabei sollen die Potenziale der Pflanzenbiotechnologie genutzt werden.

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