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PRESSEINFORMATION

 

13.7.2007

 

Rückwärtsgang der Bundesregierung bei der Biotechnologie?

DIB zu den Aussagen von BM Seehofer im Interview mit dem Handelsblatt

 

Mit Besorgnis nimmt die deutsche Biotechnologieindustrie zur Kenntnis, dass

Bundesminister Horst Seehofer zwar die Forschung in der Pflanzenbiotechnologie

fördern möchte, aber nicht ihre kommerzielle Nutzung. „Kein Unternehmen wird noch in

Deutschland in die Forschung für die Pflanzenbiotechnologie investieren, wenn es nicht

auch die Chance erhält, ihre Produkte am Markt anbieten zu können“, erklärt Dr.

Bernward Garthoff, Vorsitzender der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie

(DIB). Nach den jüngsten Aussagen von Seehofer im Handelsblatt geht die Wirtschaft

nun davon aus, dass das Ziel des Koalitionsvertrages, die Pflanzenbiotechnologie zu

fördern, nicht weiter von der Bundesregierung verfolgt wird.

 

Nur wenn Produkte der Pflanzenbiotechnologie sicher für Mensch, Tier und Umwelt

sind, erhalten sie die behördliche Genehmigung der EU und der EU-Mitgliedstaaten zur

kommerziellen Nutzung. „Die Sicherheit wird durch ein sehr strenges und gründliches

behördliches Zulassungsverfahren gewährleistet, das die Politik, auch in Deutschland,

so festgelegt hat“, betont der DIB-Vorsitzende. Positive Signale und ein

innovationsfreundliches Klima seien Voraussetzungen für den Ausbau der

Technologie, denn Deutschland gehöre auf diesem Gebiet zur Weltspitze. Garthoff:

„Die Bundesregierung muss bei der Gentechnik wieder den Vorwärtsgang einlegen, um

den Forschungsstandort zu stärken.“

 

Damit die "offenen Fragen in Deutschland und nicht in Indien oder China geklärt

werden", wie der Minister richtigerweise anführt, sei jetzt, so die DIB, eine

innovationsfreundliche Novellierung des Gentechnikgesetzes nötig, damit sich die

Biotechnologie in Deutschland in ihrer gesamten Bandbreite entfalten und

Deutschland eine führende Position in Europa einnehmen kann.

 

 

Kontakt: VCI-Pressestelle

Telefon: 069 2556-1496

E-Mail: presse@dib.org

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